Die
Geschichte der Zelter - Plakette reicht in die zwanziger Jahre unseres
Jahrhunderts zurück. Durch Runderlass stiftete der für die Belange der
Laienmusik aufgeschlossene Preußische Minister für Wissenschaft, Kunst
und Volksbildung, Boelitz, im Jahre 1922 drei künstlerisch gestaltete
Gedenkblätter als staatliche Anerkennung für Laienchöre aus Anlass
ihres 50-,75- und 100jährigen Bestehens. Wenige Jahre später traten an
die Stelle der Gedenkblätter Plaketten in Bronze, Silber und Gold. Diese
Zelter - Plaketten wurden bis zum Beginn des Jahres 1942 verliehen. Aber
schon 1940 hieß es, dass nur die bereits eingereichten Anträge zur
Verleihung der Zelter - Plakette berücksichtigt würden; alle anderen
sollte man bis nach Kriegsende zurückstellen.
Beim
Wiederaufbau nach dem Krieg ergriff der Deutsche Sängerbund die
Initiative, um die Zelter - Plakette als staatliche Anerkennung für langjährige
Bemühungen und besondere Leistungen auf dem Gebiet des Chorgesangs wieder
ins Leben zu rufen. Diese Anregung wurde von staatlicher Stelle
aufgegriffen. Am 7. August 1956 unterzeichnete Bundespräsident Professor
Theodor Heuss den Erlass, in dem die Zelter - Plakette erneut gestiftet
wurde. Mit dem gleichen Datum wurden die Richtlinien veröffentlicht, in
denen die Einzelheiten für die Verleihung festgelegt sind.